UGC 3466, UGC 3500, UGC 3521, UGC 3528 und LEDA 19333 mit SN2018ffz in der Giraffe

Die Galaxie LEDA 19333 wäre mir ja nie vor die Linse geraten, wenn nicht am 18.08.2018 ein amerikanisches Supernovasuchprogramm in ihr eine Supernova vom Typ Ic gefunden hätte. Bei diesem Typ Supernova erleidet ein massiver Stern einen Kernkollaps nachdem er in einer Phase als Wolf-Rayet-Stern seine äußere Hülle durch einen starken Sternwind abgeblasen hat. Dabei verliert der Stern seine gesamten Wasserstoff- und Heliumvorräte, so dass das Spektrum der Supernova weder Linien des Wasserstoffs noch des Heliums aufweist. Leider gibt es zu LEDA 19333 keine Entfernungsangaben. SN2018ffz leuchtete bei ihrer Entdeckung in ihrer maximalen Helligkeit von 16,2 mag. Als ich sie zwei Wochen später aufnahm, hatte sich ihr Glanzschon auf etwa 16,7 mag reduziert.

Mindestens genauso interessante Galaxien befinden sich in der oberen linken Ecke des kompletten Bildfelds: UGC 3500, UGC 3521 und UGC 3528. NGC 3500 ist eine ziemlich verbogene Galaxie, möglicherweise eine Spiralgalaxie, der wir auf die Kante der Scheibe sehen. Der kleine Fleck direkt östlich von ihr scheint eine Begleitgalaxie zu sein, die möglicherweise einer gravitativen Wechselwirkung unterliegt. UGC 3500 leuchtet aus knapp 200 Millionen Lichtjahren Entfernung. Das tun auch die benachbarten Galaxien UGC 3521 und UGC 3528. Die drei bilden eine physische Gruppe.

Beim Klick ins Bild oder hier ist das gesamte Bildfeld mit UGC 3466, UGC 3500, UGC 3521, UGC 3528 und der Beschriftung der hellsten Objekte erreichbar. Ausschnitt

Datum: 01.09.18, 02:09h MESZ

Optik: f=750mm f/5,4

Nachführung: TVGuider mit Watec 120N an 90mm f/5,6

Gesamtbelichtungszeit: 56 min (Einzelbilder: 180 Sekunden)

Kamera: Atik 460EX

 

Zurück