IC 5146 (Kokonnebel) und vdB 147 im Schwan

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Dies ist nicht nur farblich eine eher ungewöhnliche Ansicht von IC 5146. Dies ist auch mein erster Versuch, eine Falschfarbenaufnahme unter Verwendung eines Infrarotfilters, der Licht im Nahinfraroten durchläßt, zu erstellen. Ich habe mir dazu IC 5146 ausgesucht, weil dieser Nebel einen jungen Sternhaufen am Ende einer Dunkelwolke birgt. Und da könnten im Staub noch mehr junge Sterne enthalten sein, die sich durch Wärmestrahlung im Nahinfraroten verraten. Der verwendete Filter läßt Licht ab etwa 800nm Wellenlänge aufwärts durch. Dort ist meine Kamera zwar nicht mehr so empfindlich wie im sichtbaren Spektrum, aber sie hat noch eine merkliche Empfindlichkeit, die ich mit der höheren Belichtungszeit pro Bild ausgeglichen habe. Ab 1000nm = 1µm Wellenlänge ist die Empfindlichkeit meiner Kamera nur noch marginal, so daß Aufnahmen bei 2-3µm Wellenlänge, die den Staub durchdringen können, nicht möglich sind.

Ich habe eine Aufnahme im Blauen (mittlere Wellenlänge 430nm), eine Aufnahme im Roten (mittlere Wellenlänge 630nm) und eine Aufnahme im Nahinfraroten (mittlere Wellenlänge ca. 830nm) miteinander kombiniert, wobei die einzelnen Aufnahmen so auf die Farbkanäle verteilt wurden, daß die langwelligste in den Rotkanal und die kurzwelligste in den Blaukanal kam. Damit habe ich statt eines R-G-B ein IR-R-B Bild erstellt. Alles, das im Bild intensiv rot leuchtet, ist in Wirklichkeit infrarot und der eigentlich rote Wasserstoffemissionsnebel wird grün dargestellt.

In der Tat findet man auf dem Bild einige rote Sterne. Ich hätte mehr davon im Dunkelnebel erwartet, wo sie aber eher sparsam verteilt sind. Vergleiche mit "normalen" Farbbildern zeigen, daß die bei mir im Infraroten leuchtkräftigen Sterne dort bereits als tiefrote Sterne sichtbar sind. Es sind somit keine "Neuentdeckungen" möglich gewesen, aber mehr Informationen über die Temperaturen dieser Sterne dargestellt worden.

Die Aufnahme ist in voller Auflösung und mit den Bezeichnungen der Hintergrundgalaxien beim Klick aufs Bild oder hier zu sehen.

Datum: 27.09.13, 21:03h MESZ

Optik: f=750mm f/5,4

Nachführung: TVGuider mit Watec 120N an 90mm f/5,6

Gesamtbelichtungszeit: IR=90 min (Einzelbilder: 600 Sekunden), R=24 min, B=30 min (Einzelbilder: 180 Sekunden)

Kamera: Atik 460EX

Filter: IR = ProPlanet 807 IR von Astronomik, RB = Typ 2c von Astronomik

 

Der Kokonnebel IC 5146 liegt am Ende einer Dunkelwolke, die sich auf dem obigen Foto von oben rechts in einem Bogen bis zu der kleinen HII-Region mit einem eingelagerten offenen Sternhaufen hinzieht. Die Armut an Sternen im Bereich der Dunkelwolke ist im Vergleich zur Umgebung augenfällig. Der offene Sternhaufen aus jungen und heißen Sternen ist in den Wasserstoffemissionsnebel wie in einem Kokon eingebetten. Daher rührt auch der Beiname Kokonnebel. Einer dieser jungen heißen Sterne regt das ihn umgebende Wasserstoffgas zum Leuchten an. Der Nebel selbst und seine Umgebung wird von Dunkelwolken durchzogen. Dabei handelt sich um vorgelagerten kalten Staub oder dichtes Gas, das das Licht von IC 5146 schwächt. Der helle Stern im blauen Nebel rechts neben IC 5146 ist der T Tau Variable V1578 Cyg. Der Nebel um ihn herum trägt die Bezeichnung GN 21.50.7. Er wirkt durch vermutlich vorgelagerte Staubwolken im nördlichen Teil etwas gestreift.

Das große Gesichtsfeld des kleinen Refraktors reizte mich, dieses Gebiet einschließlich der Dunkelwolke noch einmal aufzunehmen. Ich habe dabei für den Rotkanal eine Aufnahme durch den Ha-Filter mit einer Aufnahme durch den Rotfilter des RGB-Filtersatzes kombiniert. Dadurch wirkt der Nebel etwas röter und im Roten heller als bei einer reinen RGB-Aufnahme.

Datum: 21.08.10, 01:21h MESZ

Optik: f=500 mm f/5,6

Nachführung: TVGuider mit Watec 120N an C5 f/10

Gesamtbelichtungszeit: R=30, G=30, B=35, Ha=60 min (Einzelbilder: RGB=300 Sekunden, Ha=600 Sekunden)

Kamera: Atik 314L

Filter: RGB aus Astronomik-Filtersatz Typ IIc, 6nm H-alpha Filter von Astronomik

 

Der Kokonnebel IC 5146 ist eine kleine HII-Region mit einem eingelagerten offenen Sternhaufen. Einer dieser jungen heißen Sterne regt das ihn umgebende Wasserstoffgas zum Leuchten an. Der Nebel selbst und seine Umgebung wird von Dunkelwolken durchzogen. Dabei handelt sich um vorgelagerten kalten Staub oder dichtes Gas, das das Licht von IC 5146 schwächt.

Die meisten HII-Regionen sind viel größer als IC 5146 und bedecken häufig eine Fläche von mehreren Quadratgraden am Himmel. Damit sind sie für das Gesichtsfeld dieser CCD-Kamera viel zu groß. Umso mehr Spaß machte es mir, mit IC 5146 einen kleineren und reich strukturierten Vertreter ablichten zu können.

Der helle Stern im blauen Nebel am rechten Bildrand ist der T Tau Variable V1578 Cyg. Der Nebel um ihn herum trägt die Bezeichnung vdB 147. Er wirkt durch vermutlich vorgelagerte Staubwolken im nördlichen Teil etwas gestreift.

Die nebenstehende Aufnahme ist eine der ersten RGB-Aufnahmen mit meiner neuen CCD-Kamera. Ich hatte bei diesem Bild ziemliche Probleme, insbesondere beim Blaukanal den Hintergrund gleichmäßig hinzubekommen.

Datum: 16.09.09, 21:35h MESZ

Optik: f=1180 mm f/5,0

Nachführung: TVGuider mit Watec 120N an C5 f/10

Gesamtbelichtungszeit: R=60, G=45, B=45 min (Einzelbilder: 180 Sekunden)

Kamera: Atik 314L

Filter: RGB aus Astronomik-Filtersatz Typ IIc

 

Der Kokonnebel IC 5146 ist eine kleine HII-Region mit einem eingelagerten offenen Sternhaufen. Einer dieser jungen heißen Sterne regt das ihn umgebende Wasserstoffgas zum Leuchten an. Der Nebel selbst und seine Umgebung wird von Dunkelwolken durchzogen. Dabei handelt sich um vorgelagerten kalten Staub oder dichtes Gas, das das Licht von IC 5146 schwächt.

Die meisten HII-Regionen sind viel größer als IC 5146 und bedecken häufig eine Fläche von mehreren Quadratgraden am Himmel. Damit sind sie für das Gesichtsfeld dieser CCD-Kamera viel zu groß. Umso mehr Spaß machte es mir, mit IC 5146 einen kleineren und reich strukturierten Vertreter ablichten zu können.

Die nebenstehende Aufnahme ist eine der ersten Testaufnahmen mit meiner neuen CCD-Kamera, ohne Filter bei fast vollem Mond. Etwas mehr Belichtungszeit pro Bild und eine mondlose Nacht werden nicht schaden, um das Rauschen zu unterdrücken. Im Vergleich zur untenstehenden Aufnahme mit der Watec wird der Gewinn an Gesichtsfeld deutlich, auch wenn beide Bilder nicht das komplette Aufnahmeformat zeigen.

Datum: 05.08.09, 01:58h MESZ

Optik: f=1180 mm f/5,0

Nachführung: TVGuider mit Watec 120N an C5 f/10

Gesamtbelichtungszeit: 60 min (Einzelbilder: 60 Sekunden)

Kamera: Atik 314L

 

Die nebenstehende Aufnahme ist mein erster Versuch, IC 5146 aufzunehmen. Da dieser Emissionsnebel recht hell ist, hoffte ich, mit der für H-alpha relativ unempfindlichen Watec-Kamera trotzdem ein Ergebnis zu bekommen.

Einige Wochen vor dieser Aufnahme hatte ich versucht, mein Teleskop mit Hilfe eines Kollimators zu kollimieren, aber hinterher nicht am Stern getestet. Das Teleskop war hinterher leider völlig dekollimiert und die Sterne oval bzw. wiesen einen Schatten auf. (Ausschnitt)

Datum: 31.07.05, 02:33h MESZ

Optik: f=1480 mm f/6,3

Nachführung: keine

Gesamtbelichtungszeit: 29 min (Einzelbilder: 10 Sekunden)

Kamera: Watec WAT 120-N

 

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