Partielle Sonnenfinsternis 03.10.2005

 

Die partielle Sonnenfinsternis am 03. Oktober 2005 war eine eher unspektakuläre Sonnenfinsternis, weil der Verfinsterungsgrad mit 40% eher gering ausfiel. Die Totalitätszone dieser ringförmigen Sonnenfinsternis verlief übrigens vom Atlantik kommend über Spanien nach Nordafrika bis zum Indischen Ozean.

Das Ereignis spielte sich am Vormittag ab 10 Uhr morgens ab. Da war kein frühes Aufstehen angesagt, um dem Schauspiel auf dem Beobachtungsplatz der Buxtehuder Astro-AG beizuwohnen. Das Wetter spielte mit, der Himmel war wolkenfrei. Da auch die Tage und Nächte zuvor schon wolkenfrei waren, hatte ich zuhause das C9.25 für die CCD-Fotografie aufgebaut stehen und wollte diesen Zustand nicht verändern, um abends wieder schnell einsatzbereit zu sein. Außerdem wollte ich meinen im Jahr zuvor bei Lidl gekauften 70 mm Refraktor (baugleich mit dem Modell Mars von Meade) auf einer kleinen parallaktischen Montierung auf seine Eignung zur Sonnenfotografie mit der Digitalkamera in Okularprojektion testen. Für die totale Sonnenfinsternis 2006 in der Türkei plane ich, dieses Equipment mitzunehmen. Optisch machte der Refraktor einen ganz guten Eindruck, wenn man nicht die mitgelieferten, sondern qualitativ hochwertigere Okulare benutzte.

Die verschiedenen Phasen der Finsternis sollten mit einer kleinen Digitalkamera freihändig durch das 26 mm Plössl-Okular fotografiert werden. Die Vergrößerung betrug 27fach am Okular. Das Fernrohrobjektiv war mit einer ND5 Sonnenfilterfolie von Baader Planetarium geschützt. Mir war bewußt, daß das freihändige Fotografieren problematisch sein würde, aber einen Adapter oder eine Halterung, um die Kamera am Teleskop zu befestigen, besaß ich nicht.

 

Zunehmende Verfinsterung
Die Verfinsterung beginnt.
Hier sieht man sehr schön die aufgetretenen Reflexe.
 
 
In der Nähe des Maximums
 
Dies ist etwa die maximale Bedeckung.
Abnehmende Bedeckung
 
 
 
 
 
Hier hatte der Autofokus Probleme, sauber zu fokussieren. Das Bild ist unscharf.
Die Finsternis ist zu Ende.
 

 

Wie man an einzelnen Aufnahmen sehen kann, kam es häufig zu Reflexen oder auch zu Vignettierungen. Das lag unter anderem daran, daß das Objektiv meiner Digitalkamera (Pentax Optio S) aus konstruktiven Gründen außermittig im Objektivauszug sitzt. Außerdem stellte sich heraus, daß Vignettierungen und Reflexe am besten dadurch verringert werden konnten, wenn das Zoomobjektiv der Kamera auf die maximale Brennweite eingestellt war. Weitere aufgetretene Schwierigkeiten betrafen den Autofokus, der nicht immer in der Lage war, sicher zu fokussieren, und den automatischen Weißabgleich, der manchmal zu einer bläulichen statt weißen Sonne neigte. Durch die Konvertierung sämtlicher Aufnahmen in Graustufenbilder, kommt letzteres Problem nicht so sehr zum Tragen. Ich werde nicht umhin kommen, mir einen Adapter zu basteln, der mir erlaubt die Kamera vor das Okular zu montieren und so auszurichten, daß das Kameraobjektiv zentrisch durch das Okular sieht.