Technische Ausrüstung

 

Meine (Plössl)-Okulare

Natürlich kommt man mit dem einen, mit dem Teleskop mitgelieferten Okular nicht aus. Bei meinem C9 war ein 26 mm Plössl-Okular im Lieferumfang enthalten. Das ist ein Standardokular von optisch passabler Qualität (Made in Taiwan). Für höhere Vergrößerungen habe ich mir dann ein 12,5 mm und ein 5 mm Plössl-Okular aus der Ultima-Serie (Made in Japan) von Celestron geleistet. Beides sind modifizierte Plössl-Okulare mit 5 Linsen, während die normalen Plössl-Okulare 4-linsig sind. Das Eigengesichtsfeld beträgt bei allen Okulare 50-52°. Das Einblickverhalten, d.h. Augenabstand und Finden der besten Einblickposition ist bei den 26 mm und 12,5 mm Okularen gut, beim 5 mm Okular klebt man mit dem Auge auf der Linse.

Bei der Fotografie von Objekten des Sonnensystems mittels Okularprojektion hatte ich festgestellt, daß zwischen dem 26 mm und dem 12,5 mm Okular noch eine Lücke klaffte. Die habe ich dann mit dem 17 mm Plössl-Okular (Standard-Serie) geschlossen. Für die Okularprojektion ist es ganz in Ordnung, aber das Einblickverhalten ist für meine Begriffe etwas problematisch: Ich habe nämlich Probleme, die richtige Einblickposition zu finden.

Das 6,3 mm Plössl-Okular (Standard-Serie) habe ich mir als Fokussierokular angeschafft. Dafür tut es seinen Dienst, und ich brauche nicht das "gute" 5 mm Ultima zu nehmen. Überhaupt, aufgrund der Seeing-Bedingungen kommt das 5 mm Okular nur selten zum Einsatz. Meistens ist die Luft viel zu unruhig, um mit dem 5 mm Okular wirklich noch mehr sehen zu können. Aber wenn die Luft ruhig ist, dann sind Planetenbeobachtungen oder Kugelsternhaufen mit dem C9 und dem 5 mm Okular ein Genuß! M13 erscheint vollformatig und in tausende nadelfeiner Lichtpünktchen aufgelöst. Jupiter und Saturn füllen einen Großteil des Blickfelds aus und lassen viele Strukturen in den Wolkenbändern erkennen.

Auf dem obigen Bild fallen wahrscheinlich sofort die farbigen Gummiringe um die Steckhülsen einige Okulare auf. Mit diesem Trick habe ich die Okulare homofokal gemacht. Auch wenn die Hersteller behaupten, ihre Okulare seien homofokal, kommt man letztendlich nicht darum herum, beim Okularwechsel doch noch ein bißchen nachfokussieren zu müssen. Da mir das auf die Nerven ging und vor allem bei meinem Okularadapter beim Wechsel zwischen Zentrier- und Fokussierokular nicht tolerierbar war, habe ich durch Probieren herausgefunden, daß die Fokuslage der verschiedenen Okulare sich doch um deutlich meßbare Strecken unterscheidet. Dadurch kann man ganz normale Gummiringe in der erforderlichen Anzahl über die Okularsteckhülse streifen und hat wirklich homofokale Okulare, bei denen nach einem Okularwechsel nicht nachfokussiert werden braucht.

Nicht abgebildet sind meine apochromatische Barlow-Linse, die ich meistens in Verbindung mit dem 9 mm Plössl-Fadenkreuzokular zum genaueren Nachführen benutze, und mein neuestes Okualar, ein 9 mm Nagler mit unglaublichen 82° Eigengesichtsfeld. Damit kann man tatsächlich um die Ecke sehen, d.h. die Gesichtsfeldblende ist größer als das Gesichtsfeld von etwa 60°, das man auf einmal überblicken kann. Und dabei bietet das Okular noch einen angenehmen Augenabstand beim Einblick.

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