Kometarischer Nebel um PV Cep (Gyulbudaghians Nebel) im Kepheus

Ich hatte gelesen, daß im Infraroten bei PV Cep der Gegenkegel südlich des Sterns schwach sichtbar sein soll. Deswegen wagte ich die obenstehende Aufnahme im Nahinfraroten, auf der der südliche Kegel praktisch unsichtbar und große Teile des nördlichen Kegels kaum sichtbar sind. Allerdings kommen sie Staubwolken, an deren Rand sich PV Cep befindet, schon etwas heraus. Dennoch hat die Belichtungszeot von 100 Minuten nicht ausgereicht, insbesondere weil die Transparenz wegen der hohen Luftfeuchtigkeit an dem Abend nicht optimal war.

Dennoch: Wenn man das obige Bild mit einer Farbaufnahme von Adam Block aus dem Jahr 2008 vergleicht, erkennt man deutliche Unterschiede in der Struktur. Der Nebel ist ähnlich dem bekannten NGC 2261 ebenfalls variabel. In ihm sitzt ein junger Stern, der die Hauptreihe noch nicht erreicht hat und von einer dicken Staubscheibe umgeben wird,die den Blick auf den südlichen Kegel behindert. Der Nebel wird nach seinem armenischen Entdecker auch Gyulbudaghians Nebel genannt.

Datum: 10.11.13, 21:12h MEZ

Optik: f=750 mm f/5,4

Nachführung: TVGuider mit Watec 120N an C5 f/10

Gesamtbelichtungszeit: IR=100 min (Einzelbilder: 600 Sekunden)

Kamera: Atik 460EX

Filter: ProPlanet 807 IR-Pass von Astronomik

 

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