Kometarischer Nebel um PV Cep (Gyulbudaghians Nebel) im Kepheus


2021

Auf meiner diesjährigen Aufnahme ist noch weniger vom Nebel zu erkennen als in 2020. Dafür leuchtet der junge Stern wesentlich stärker als noch ein Jahr zuvor. Erst nach starker Kontrastanhebung konnte man etwas Nebliges erkennen. Auch der Gegenkegel ist wieder sichtbar. Leider war die Transparenz an diesem Abend nocht optimal, so dass der Nebel nicht deutlicher herausgearbeitet werden konnte.

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Datum: 05.09.21, 23:24h MESZ

Optik: f=750 mm f/5,4

Nachführung: TVGuider mit Watec 120N an C5 f/10

Gesamtbelichtungszeit: IR=100 min (Einzelbilder: 240 Sekunden)

Kamera: Atik 460EX

Filter: ProPlanet 807 IR-Pass von Astronomik

 


2020

Den variablen Nebel NGC 2261 (Hubbles variabler Nebel) fotografiere ich jedes Jahr mindestens ein Mal. PV Cephei hatte ich bisher vernachlässigt. Deswegen war ich bei meiner diesjährigen Aufnahme erstaunt, vom Nebel kaum etwas sehen zu können. Selbst der junge Stern war wesentlich lichtschwächer. Erst nach starker Kontrastanhebung konnte man etwas Nebliges erkennen, allerdings mehr den südlichen Gegenkegel als den nördlichen bislang recht hellen Kegel. Diesem Objekt werde ich wohl von nun an mehr Aufmerksamkeit widmen.

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Datum: 21.09.20, 23:09h MESZ

Optik: f=750 mm f/5,4

Nachführung: TVGuider mit Watec 120N an C5 f/10

Gesamtbelichtungszeit: IR=100 min (Einzelbilder: 600 Sekunden)

Kamera: Atik 460EX

Filter: ProPlanet 807 IR-Pass von Astronomik

 


2013

Ich hatte gelesen, daß im Infraroten bei PV Cep der Gegenkegel südlich des Sterns schwach sichtbar sein soll. Deswegen wagte ich die obenstehende Aufnahme im Nahinfraroten, auf der der südliche Kegel praktisch unsichtbar und große Teile des nördlichen Kegels kaum sichtbar sind. Allerdings kommen sie Staubwolken, an deren Rand sich PV Cep befindet, schon etwas heraus. Dennoch hat die Belichtungszeot von 100 Minuten nicht ausgereicht, insbesondere weil die Transparenz wegen der hohen Luftfeuchtigkeit an dem Abend nicht optimal war.

Dennoch: Wenn man das obige Bild mit einer Farbaufnahme von Adam Block aus dem Jahr 2008 vergleicht, erkennt man deutliche Unterschiede in der Struktur. Der Nebel ist ähnlich dem bekannten NGC 2261 ebenfalls variabel. In ihm sitzt ein junger Stern, der die Hauptreihe noch nicht erreicht hat und von einer dicken Staubscheibe umgeben wird, die den Blick auf den südlichen Kegel behindert. Der Nebel wird nach seinem armenischen Entdecker auch Gyulbudaghians Nebel genannt.

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Datum: 10.11.13, 21:12h MEZ

Optik: f=750 mm f/5,4

Nachführung: TVGuider mit Watec 120N an C5 f/10

Gesamtbelichtungszeit: IR=100 min (Einzelbilder: 600 Sekunden)

Kamera: Atik 460EX

Filter: ProPlanet 807 IR-Pass von Astronomik

 

Beim kometarischen Nebel um den Veränderlichen Stern PV Cep hatte ich eine deutliche höhere Flächenhelligkeit erwartet. So war es außerordentlich schwer, überhaupt etwas, das über dem Rauschen lag, darzustellen. Das Objekt liegt etwas rechts unterhalb der Bildmitte. Mit seiner dreieckigen Form erinnert der Nebel um PV Cep an seinen berühmteren Vettern NGC 2261, Hubbles Veränderliche Nebel. Wegen seiner geringen Flächenhelligkeit sind leider auch keine Strukturen sichtbar.

Die geringe Flächenhelligkeit machte auch eine starke Kontraststeigerung notwendig. Dadurch werden leider auch die Artefakte durch die Mikrolinsen des CCD-Chips, die sich in Reflexen links und rechts von hellen Sternen äußern, deutlich verstärkt. (Ausschnitt)

Datum: 22.07.06, 01:20h MESZ

Optik: f=1410 mm f/6,0

Nachführung: keine

Gesamtbelichtungszeit: 31 min (Einzelbilder: 10 Sekunden)

Kamera: Watec WAT 120-N

 

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